Neuigkeiten
die Reise CD nach Bayern
gepostet am 03.09.2014 um 13:35
Wir fahren nach Bayern! Anlaß genug um ein Mix-tape für die Autobahn zu erstellen!

1.Heisskalt - Das bleibt hier. Ein bischen Schweinerock gleich zu Beginn. Die Jungs haben in Podersdorf gespielt und einer hat seine Jogginghose in der Garderobe liegen lassen.

2. Allison Weiss - Nothing left. Eine total liebe Dame die mit Matt Pryor auf Tour war und den alten Herren ziemlich an die Wand gespielt hat.

3. Hilltop Hoods - Rattling the keys to the Kingdom. So australische Typen - live sehr zu empfehlen. Waren die Letzten die beim Hip Hop Open noch im Backstage rumgesoffen haben und als ich dann noch eine Flasche Whiskey aus dem Versteck geholt hab waren wir MF BFF.

4. Left Boy - Time and again. Leftboy Leftboy Leftboy. Der Songs hats trotz des ganzen Hypes rund um den Heller-Buam auf die Elefanten CD geschafft

5. Bruce Springsteen - I am on fire. Eine Waaaahnsinnsnummer, auch das Cover von Mumford and Sons. In der Live Version vom Bruce brüllt außerdem am Anfang ein Mädel die ganze Zeit "Luis!". Sehr sympathisch

6. Die höchste Eisenbahn - Der Himmel ist blau. ... wie noch nie! Sooo schön! Egal ob im B72 oder beim Müssen alle Mit in Stade. Eine geniale und vorallem junge Live Band

7. DAWA - Roll the dice (Irgendein Remix). Unsre braven Labelkollegen mit dem verkannten Sommerhit 2014.

8. Frittenbude - Von allen zu viel. Die Fritties! Unglaublich nett und umgänglich. Eine ganze nächtliche Zugfahrt lang, von München nach Wien, hat mein smartes Telefon einzig dieses Album rauf und runter gespielt.

9. Gerard - Verschwommen. Der Typ hat so berührende Texte.... Bei nächtlichem berechtigtem Liebeskummer der perfekte Soundtrack. Und in Hamburg sind wir in seine Garderobe reingekracht, haben seinen Kühlschrank geplündert und er hat nichtmal gemurrt.

10. Desiree Klaeukens - Züge. Erstens toller Songtitel. Zweitens gehts in dem Song um Fernbeziehung was ja ansich die schlimmste Erfindung überhaupt ist. Drittens ist die Desi mit ihren Liedern unheimlich ergreifend wenn sie leicht verwirrt auf der Bühne steht und ihr Herz auf der Zunge trägt.

11. Thees Uhlmann - Kaffe und Wein. Irgendwie schafft es der Käääs auf jede Tour Compilation. Der Song war lange Zeit ein undefinierter Ohrwurm im Gehirn. Und beim recherchieren stellte sich heraus es war dann doch wieder der Käääs.

12. MC Fitti - Fitti mitn Bart. Depri part ist zu Ende - Doppelhaken MC Fitti im Haus!

13. Cro - Meine Gang. Badabum Badabaaang - alles was ich brauche ist die motherfucking Gang! Schon wieder so ein Hype-Typ! Aber wie beim Leftboy bleibt der Song hängen

14. Hvob - Dogs. Die Anna, der Pauli und der Frank. Um 3 Uhr früh am Balkon gibts bei schläfriger Feierlaune nichts besseres.

15. William Fitzsimmons - You don´t hurt me. Der Fitzi! Singt hier über Mädels die einem nur wehtun. Optisch orientiert er sich an MC Fitti, musikalisch wohl an eher traurigen Menschen.

16. Giantree - Cosmic Highway. Irgendwie erinnert der Song an Daftpunk die ihre bösen Moog-Synthies verschmissen haben. Schön verträumte Nummer.

17. The Beth Edges - Pure Dynamite. Der Tobi hat ne unglaublich nette Ex-Freundin die manchmal mit mir im Büro sitzt und sich von mir ärgern lassen muss.

18. Eddie Vedder - Society. Mitten in der Nacht war "Into the Wild" auf unserem Lieblingssender 3Sat. Was blieb war dieser Ohrwurm. Über Wochen.

19. Young Rebel Set - If i was. ... a rich man I´d buy flowers every day. But I´m just a poor boy so i pick them on the way

20. Die Autos - Wir trinken zu wenig. Gibt es einen besseren Abschluß für eine Tour Compilation als die versoffensten und doch begabtesten Typen aus Ulm - damals wie heute.

Wenn fertig, alles auf Repeat. Oder an der Tanke irgendeine Trucker-Compilation kaufen.

Acoustic Lakeside Festival 2014
gepostet am 30.07.2014 um 15:26
Wenn das beste Festival seit Woodstock bei uns durchklingelt dann kann man dem Ruf in den Süden nur folgen. Die unglaublich netten Jungkärntner vom Acoustic Lakeside brauchten noch gschwind eine Vorband vor den Gösselsdorfer Blasmusikanten und dachten da natürlich gleich mal an die Elefanten und ihr Buch.

Deshalb Wecker auf 5.30 und um Sieben in der Früh gings mit dem Dacia tucker tucker Richtung Sittersdorf. Es schüttete wie aus Kübeln, Tempo 60 auf der Autobahn, hundemüde, das Navi kennt sich nicht aus - einfach ein perfekter Reisetag!

Angekommen, Hallo gesagt (Sogar die Securities konnten sich noch an uns erinnern...) und während die Fratellis aus Schottland ihr Zeug aufbauten hockten wir uns mit unserem 13 Zoll Laptop bewaffnet auf zwei Klappsessel, schnappten uns zwei Mirkos und zwei Gitarren und verkündeten den Glauben anhand unseres Buches der Bücher. Eben noch im See planschend hockte sich die Kärntner Campinggesellschaft auf Strohballen und lauschte unseren ergreifenden Worten. Einige viele lachten sogar und klatschen Beifall weil wir so gut lesen konnten! Es war sehr sehr schön.

Um 13 Uhr waren wir auch schon wieder fertig und auf gings zum Bieranstich ins Backstagezelt. FM4 Susi, Turner Frank (in Kärnten wurde sogar ein eigener See nach dem Kerl benannt), diese Fratellis und unsere neuen Freunde The Elwins aus Kanada waren da. Die fanden alles "Awesome!". Ihr M hatten sie leider daheim vergessen dafür schickste Schnurrbärte sich wachsen lassen. Wir freundete uns sogleich heftig mit Mr. Moustache an. Das war sehr lustig für uns.

Dann schickten uns die Veranstalter in Unterhosen in den See und wir sangen und sie filmten. Stunden später kam schon wieder wer und meinte wir sollen beim Jack Daniels Schirm auch was spielen und da wir schon ein wenig beduselt waren brachten wir dem Axl von Aexattack schnell das Gitarre spielen bei.

Dann spielte auch schon der Frank und dann die Fratellis und die Weekender Leute legten im Partyzelt auf und ein Nackerter hüpfte auf der Bühne rum und irgendwann stand das Taxi vor der Tür und führte uns zum Wallerwirt, ins fernsehlose Zimmer, zum Heidi machen.

Rise and Shine on se next morning - es gab sogar noch Frühstück! FM4 Susi hackte abwechselnd auf ihr Frühstücksei und in ihren Laptop. Als sie mal aufs Klo ging und das Teil unbewacht liegen ließ wollten wir schon ihre Story mit ein paar guten Witzen aufpimpen. Leider musste sie wohl nur Klein und kam zu rasch vom Klo retour. Die Elwins, auch beim Wallerwirt untergebracht, waren sehr erfreut uns bereits beim Frühstück zu treffen und wir verabredeten uns für den kommenden Mittwoch im B72 und außerdem spielen wir bald ne Kanada Tour mit ihnen.

Dann wars fad, dann kamen unsere lieben DAWAS und dann gabs Wurstsalat und die Weekender Leute zauberten eine Flasche Zirbenschnaps hervor die wir mit dem I am Kloot Typen leerten der nachher nur noch Müll auf der Bühne labern konnte und unsre liebe Susi als "Sick Fuck" bezeichnete - dieser ungehobelte Mistkerl aus Manchester!

Dann wars wieder kurzfristig extremst fad doch dann kam Fitzi! Unser Lieblingsrauschebart der sich Outfitmässig sehr an MC Fitti orientiert aber viel viel besser singen kann. Als er auf der Bühne seine zarten Waisen vortragen wollte waren leider die ganzen Engländer im Backstagezelt schon dermaßen beschnapst, hatten eine Gitarre geklaut und spielten eine Oasis Hadern nach der anderen. Dabei gröllten so laut daß man Wonderwall bis auf die Bühne raufhörte. Zum Glück hat Fitzi das nicht mitbekommen, weil er so Kopfhörer in den Ohrwascheln hatte, und sang unbeirrt weiter. Maximo Park spielten dann auch noch, hauptsächlich "Books from Boxes".

Dann wieder die Weekender Leute im Partyzelt ärgern, alles tanzte auf deren Bühne und gemeinsam mit dem Taxler noch den Alf und dessen Koffer gesucht.

Zum Frühstück gabs einen Ziegel Butter mit Forelle drauf, die Susi durfte im Dacia mitfahren weil wir zuwenig Kohle fürs Benzin hatten und Wien hatte seine Sonnen wieder.

Link: http://www.acousticlakeside.com/

Was alles so passierte. Erlebnisse aus dem Waldviertel, vom Böllerbauer und vom Weißwurstäquator
gepostet am 21.05.2014 um 16:15
Proberaumausflug! Kreisky und die Elefanten auf derselben Show! Wir schmissen sämtliche Kreisky Kabel in unser Auto und düsten los bevor die merkten was los war. Davor landete der wunderschöne persische Schlagzeugteppich, der zehn Minuten vorher friedlich in der Mülltonne seiner Entsorgung entgegen schlummerte im fetten VW Van der Bundeskanzler damit sie auf wohligem Untergrund ihr Schlagzeug für uns Aufbauen konnten.

Luis kam, mit dem Proberaumschlüssel in der Tasche, um Stunden zu spät aufgrund einer ausgearteten Besprechung am Vortag was zur Folge hatte dass alle Elefanten im türkischen Nobeltschecherl ums Eck ihre Fadesse mit Bier runterspülten und den Kreiskys dabei aufmunternd zuwinkten während diese ihre Limousinen mit Instrumenten und unserem Müllteppich beluden.

Auf der Fahrt passierte nicht viel Erbauliches und im Waldviertel angekommen besichtigten wir den riesigen Holzschupfen in dem wir heute auftreten durften. Es gab lecker Wurst als Catering. Auf dem Weg zur Künstlergarderobe rannte man durch die Feuerwehr-Garage am Feuerwehr-Auto vorbei und bezog dann Quartier in den Feuerwehr-Backstage-Räumlichkeiten.

Die Show verlief großartig dank unser ausgesprochen guten Performance. Nach uns hattens die Kreiskys ähnlich schwer und beschimpften tapfer die örtliche Raiffeisenbank. Dann wurde noch philosophiert über James Bond und Blutwurst. Am nächsten Morgen verteilte der örtliche FPÖ Chef blaue Ostereier zum Frühstück. Für den Alf gabs keines - zu unseriös.

Dann gings wieder heim und eine Woche später wurde wieder ausgerückt zum lieben verrückten Böllerbauer und seinen Bauernhof wo die Crackfelder ganzjährig in voller Blüte stehen. Da gibt es nämlich eine schicke Surfschule in Marokko und Spanien und die wollten gscheit feiern und luden uns alte Surfer-Dudes ein um sie ein wenig zu Bespaßen. Wir durften diesmal indoor spielen und waren sehr sehr gut. Bei der anschließenden Tombola haben wir leider nichts gewonnen. Um vier in der Früh stürmte ein betrunkener Bauer mit Psychopharmaka und Mistgabel das Nebenzimmer und begann unter kroatischem Gebrüll dieses zu Räumen den er sei der Hausmeister.

Quer durch malerische Landschaft ging es Heim, die Band hatte Urlaub. Alf und Luis aber düsten mit dem ICE und den Klampfen im Gepäck nach München. Gelesen wurde und zwar in der Buchhandlung Isarflimmern, wahrscheinlich an der Isar. Davor grauslichstest Currywurst-Schnaps Menü der östlichen Hemisphäre gefuttert.

Die Lesung war sehr lustig, im Publikum war ein hübscher Querschnitt der Münchner an sich. Da gabs ne Gruppe von Rasterkings, ein überaus kritisches Literaturprofessor Ehepaar, ein paar junge Münchnerinnen die sich verlaufen haben und die süß verrückten Mädels vom Buchhandel. Wir amüsierten uns köstlich über unsere Schmähs und tummelten uns mit dem Lesen weil wir wieder zum Bahnhof düsen mussten um Züge in zwei verschiedene Richtungen zu erreichen... .

Alf machte einen Abstecher nach Ulm, Luis - Richtung Wien im Bummelzug unterwegs - setzte mit seinem im Schlaf ausgeronnen Bier das Abteil unter Bier. Um 6 Uhr in Hütteldorf angekommen ging es für ihn fast nahtlos zum nächsten Businesstermin im Zuge dessen ihm jemand einen Bierdeckel ins Auge schoss.




Tabula Rasa ab 14.3.
gepostet am 28.02.2014 um 17:17
Wir freuen uns, denn ab 14.3. gibts was Neues auf die Ohren.
Unsre Single "Tabula Rasa" krabbelt ans Licht.
Es wird anders. Es wird neu. Denn:
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Erfind dich neu
Pol dich um
Mach reinen Tisch
Du brauchst Veränderung
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EISBÄREN TOUR 2014 - Das ungeschönte Diario
gepostet am 10.02.2014 um 15:49
Pokale für die Elefanten

Montag 27. 1. 2014 Leipzig - Noch besser Leben
Monitorwege: Null - Getränkemarken: Drei

Treffpunkt war acht Uhr dreißig bei der Casa de Luis in Erdbergo. Pauli war zu spät weil Montag war, Thorsten brauchte Eistee, Luis war restfett vom Chelsea, Alf fror. Navi programmiert und auf gehts Richtung Leipzig - die meistbespielteste Stadt der Elefanten neben Wien. Die Lady im Navi kartographierte Tschechien als riesengroße Wiese, der elefantöse Orientierungssinn war gefragt. Stunden später Einfahrt in Deutschland und 5 min später Polizeikontrolle - die erste die wir im Dacia je erleben durften. Während alle kontrolliert wurden ging Thorsten mal souverän aufs Klo.

Dann fahren fahren fahren, der aktuelle Toursampler gefühlte 20 mal durch gehört und zwei Stunden zu früh standen wir vor dem "noch besser leben" in Leipzig. Ein Wohnzimmer in dem wir vor Jahren bereits mal mit Kat Frankie spielen durften. Damals war die Bandwohnung noch ein zugiger Rohbau mit Campingliegen, diesmal erwartete uns eine reales Bett und eine warme Dusche. Zum Essen gabs Pizza und als wir loslegen durften fiel abwechselnd unser und deren Mischpult aus. Aber alle dachten das gehört so weil wir so gut waren. Na dann! Bodo vom Salon Hansen war da und noch ein Haufen Bekannter und es wurde ein lustiger langer Abend im Cafe untendrunter. Die Babyshambles spielten am selben Abend ums Eck und klauten uns wohl den einen oder anderen Gast wie uns versichert wurde.


Dienstag 28. 1. 2014 Berlin - Junction Bar
Monitorwege: Zwei - Getränkemarken: Zwei plus Eine weil wir so gut waren

Des Nachts wars dann irgendwie trotzdem recht kalt, erfroren öffneten wir unsere Lider. Der Tourplan sah freie Zeiteinteilung bis 14 Uhr vor. Ein Teil ging Hot-Dog essen, ein Teil photographierte hiniche Häuser, ein Teil marschierte zum Cityhuhn auf ein Hähnchen. Dann alle wieder zamgfangt und auf gings Richtung Berlin. Zuerst zum Hotel am Warschauer Platz, direkt neben Universal Music und der riesigen O2-Arena. Wohl eine kleine Frechheit unseres Deutschland-Bookers....

Das Hotel war so ein Jugendbunker für coole Backpackers - also genau unser Klientel. Nach einem kurzen Schläfchen gings dann zur Junction Bar, also eigentlich in den Getränkemarkt daneben weil die Getränkebonausbeute des heutigen Abends leider nur für die Zeit zum Ausladen reichte.

Wir hatten sogar eine Vorband - Mount Paget aus Berlin die brav ein paar Freunde zwangsverpflichteten ihnen und uns beizuwohnen. Wir waren sehr gut und spätestens nach einem fulminanten Melodica Solo waren alle hin und weg. Dann gings retour in unseren Jugendbunkerhotel. Die Hotelbar hatte schon zu.


Mittwoch 29. 1. 2014 Hamburg - Astra Stube
Monitorwege: Zwei - Getränkemarken: Vier

Hamburg - voi geil! Und noch dazu Astra Stube! Eines unserer Lieblingsbiere! Wir waren blöderweise strebermässig zu früh dran, scheiterten daran ein Literaten-Cafehaus zu finden und gingen deswegen ins erstbeste Tschecherl und spielten Wortkette. Zwei Stunden lang. Dann wieder retour in die kalte Stube des Astras. Das Klo hatte Trainspotting-Charakteur. Das Futtern war in einem andern Klub wo grad ein Bierverkostungsseminar stattfand. Es hatte circa minus 40 Grad und die langen Unterhosen waren gaaanz unten im Koffer....

Auch in Hamburg hatten wir Wiener Rockstars klarerweise eine Band die uns unterstützte - Kommando Kant! Witzig! All unsere Freunde waren da, und ein paar Leute die bei ner Umweltschutzorganisation hackelten. Wir waren letztendlich sehr sehr gut und alle waren begeistert, auch alle Umweltschützer.

Dann gings auf zum Bandapartment welches wir heute mit einer zweiten Band teilen durften, direkt bei den noch existierenden Esso-Häusern der Reeperbahn. Wir atmeten kurz durch und weiter gings auf die Piste. Die Reeperbahn allerdings war ausgestorben. Kein Mensch, nicht mal diese Typen die einem zu einem Herrengedeck in nen Stripclub einladen wollten waren da. Fad. Große Freiheit: Fad. Wir landeten im Kaiserkeller, einem 400 Leute Klub wo wir mit 10 anderen Gruftis ne Gothic-Party feierten.

Um drei wurden wir rausgeschmissen und wir wanderten retour zum Bandapartment. Vor der Tür der weiße Nightliner von den blöden Babyshambles die uns schon wieder zu torpedieren versuchten indem sie im riesigen Nachbarklub aufgeigten. Wir ließen uns nichts anmerken und blieben cool.

Im Apartment selbst war mittlerweile die zweite Band eingezogen. Es roch nach Gemüse... Es gibt nur eine Band der Welt die Gras raucht: WU TANG CLAN! Ohne Scheiß! Also nur die Begleitband eines Nebenprojektes von irgendeinem Killer-Priester aber WU TANG CLAN! Es gab wenig zu besprechen und wir gingen bald schlafen.


Donnerstag 30. 1. 2014 Ludwigshafen - Das Haus
Monitorwege: Drei - Getränkemarken: Unendlich

Früh graute der Morgen. Die Rapper schliefen noch während wir anfingen lärmend das Bad zu verschmutzen. Das Auto war immer noch da und auf gings nach Ludwigshafen. Sechs Stunden Autofahren. Im Auto herrscht Vermummungsgebot. Ludwigshafen ist eigentlich BASF-Town weil außer riesigen Fabriken und einer motiviert zugepflasterten Fußgängerzone gabs recht wenig zu bewundern.

Das Haus in dem wir spielten nannte sich passenderweise "Das Haus" und war eine Art Theater mit Parkettboden überall und weißen Wänden. Technik war fett, Bühne war fett, und nach uns spielten eine Band die irgendwas mit Pervers hießen und sehr sehr nett waren. Wir waren nicht nur musikalisch an jenem Abend sehr sehr gut und die verhaltenen Reaktionen der anwesenden Menschen zollten von Respekt. Und zum ersten mal gabs Drinks Ende nie, Alf bestellte vorsichtshalber 40 Kisten.

Dann auf in die Unterkunft, standesgemäß das beste Haus am Platz mit 4 Kometensternen. Weitergefeiert wurde an der Hotelbar, um zwei war Matrazenhorchdienst.


Freitag 31. 1. 2014 Chemnitz - Weltecho
Monitorwege: Vier - Getränkemarken: Unendlich dank Till

Lecker Frühstück mit Lachs und Rührei, danach Wellness im grünen Hotelpool und saunieren in der lauwarmen Saunalandschaft. Und schon gings wieder weiter Richtung Chemnitz. Das letzte mal war das Publikumsinteresse in Chemnitz enden wollend, außer dem Niklas aus Hamburg war damals keiner angereist... Dementsprechend gespannt waren wir was uns heute erwartete.

Nach ereignisloser fünfstündiger Fahrt führte unsre Dame im Navi uns Zielgenau ins Weltecho. Total cooler Klub auf drei Etagen, wir wurden in der mittleren einquartiert. Fette Technik, fette Bühne, alles vom Feinsten! Es gab einen motivierten Techniker und Kartoffelsuppe mit Würstchen zum selber mixen.

Langsam füllte sich auch der Saal und engelsgleich gellten die Chöre unserer Fans zu uns empor. Wir waren sehr sehr gut und alle waren hellauf begeistert. Im Nebenstock gabs eine Performance wo man den Raum mit seinem Inneren auffüllen konnte, und oben gabs die 120 Minuten Party. Das war mal ein Konzept! Einlass, Saal licht, Hintergrundmusik. Dann alle Türen zu, 120 Minuten Countdown wird projiziert und dann Party bis zum Umfallen. 120 Minuten lang. Dann wieder Licht an und alle raus.

Wir kannten uns Nüsse aus was das soll und standen tourimässig verwirrt in der Gegend rum. Der liebe Till von Kraftklub war auch da und versorgte uns großzügig mit Drinks. Irgendwann wurden auch wir rausgeworfen und stolperten gröllend in unsre Jugendherberge mit den elektrischen Fensterhebern.


Samstag 1. 2. 2014 Eschenbach - Kunsthaus Eigenregie
Monitorwege: Vier - Getränkemarken: Unendlich

Gestalten glotzen uns aus dem Spiegel an die wir kaum wiedererkannten. Alf zettelte einen Köch am Frühstücksbuffet an weil er behauptete Frühstück gibts klarerweise bis halb elf. Dann gings Richtung Weltecho retour, Auto einpacken, abrechnen, das Zeug ins Auto werfen, los düsen. Zum Glück nur zwei Stunden fahren. Nach Bayern. Das Navi bog auf absurde Feldwege ab und war begeistert. Wir nicht so.

Aber Eschenbach - das heutige Ziel - ist nun mal ein verschlafener Ort wo irgendwer ein wenig mehr LSD ins Grundwasser schüttet als anderswo. Die Location war ein selbstverwaltetes Atelier, Druckwerkstatt, Kunsthaus mit total lieben Leuten. Was uns aber keiner verraten hatte war dass wir im Rahmen einer Land Rover Rally aufgeigen sollten mit lauter rustikalen Land Rover Typen.

Der Kunsthaustechnikusch war begeistert von unserem Schmäh und kam aus dem Kudern nicht mehr raus und drehte deswegen alles Vol-Ume.

Zum Essen gabs Hirschgulasch und als vegetarische Option Rehgulasch. Anschließend gings in unser Ritterburgquartier mit dem Veranstalter und seinem neuen Land Rover. Mit 90km/h quer durch Tümpel, Feldwege, Hauptsache nix mit Asphalt. Roland, unser Deutschlandbooker, spie sich innerlich bis übers Kreuz an. Und nach kurzer Verschnaufpause in der Burg wieder alles retour.

Der Saal war voll mit lauter Land Rover Typen die keine Ahnung hatten was sie erwarteten. Wir waren auch ein wenig irritiert und gaben unser bestes und waren letztendlich ausgesprochen gut. Alle Land Rovers waren sehr empfänglich für unsre blöde Witze und schlechte Schmähs und am Ende tanzten alle auf den Tischen wie sichs gehört.

Als Zugabe spielten wir ein paar alte Songs die wir selber nicht mehr gscheit kannten. Das war schön.

Dann noch kurz abchillen und Bierchen schlabbern und quatschen mit dem Kunsthauschef der eine orge DDR Vergangenheit vorzuweisen hatte. Und am Ende tuckerten wir mit dem Mercedes Shuttle in unsre Burg.


Sonntag 2. 2. 2014 Doofe Heimfahrt nach Wien

Aufstehen, zamwarten im fetten Mercedes Shuttle, vorm Alf verstecken der zu spät aus dem Burgklo rausmarschierte, dann zum Frühstück in die Location. Es gab Hirschgulasch und Wurst. Nichtmal Käse! Nur Wurst. Total konsequent. Alle Land Rover Typen waren auch schon wieder da....

Nach einem herzhaften Breakfasts vertauten wir unseren stuff im Auto, sagten brav Adieu und tuckerten über Feldwege Richtung Heimat. Es schneite, es regnete, es wurde dunkel. Abends war Superbowl und Larissa war nicht Dschungelkönigin geworden. Der trashige Alltag hatte uns wieder. Danke Deutschland und allen Locations und allen Bookern und dem gesamten Publikum dieser Welt die so gut zu uns waren.


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